Länge: 5.922 m Streckenbreite: 12-20m  Rechtskurven: 11 Linkskurven: 7 Zielgerade: 900m pers. schnellste Runde:  3:00:218 (freies Training) Infrastruktur  betoniertes Fahrerlager  30 Boxen 36qm  Tankstelle ja  Restaurant ja  Zum ersten Mal im heurigen Jahr war es mir  möglich meine getunte SXC bei trockenem  Wetter und bei Temperaturen über 20 Grad auch  im öffentlichem Verkehr zu testen. Fuc...!!! Das  Gerät geht ab wie Sau! Erst jetzt wird der  Unterschied zur “Normaloversion” klar! Drift beim  Herausbeschleunigen aus den 180 Grad Kurven  am Exelberg, das Vorderrad hebt ständig ab  obwohl ich mein Gewicht nach vorne verlagere,  175 auf der Uhr beim Einreihen von der Triester  auf die Süd-Ost Tangente (wollte noch schnell  beim Auner vorbei schauen). Bei 160 nochmals  den Gasgriff gewürgt reißt der Rennkürbis immer  noch an und giftet vorwärts. Absolut cool! Danke  Jo! Für das Rennen werde ich aber auf der  Speedstrecke wohl eine längere Übersetzung  benötigen.  Mad Mike Racing Slovakiaring: Eine ganz neue Rennstrecke - und eine der schnellsten Strecken überhaupt mit einer über  900m langen Start-/Zielgeraden. Eine absolute Speedstrecke!  Mein persönlicher Eindruck von der Strecke  Highspeedstrecke! Der Kurs ist sehr breit und absolut schnell! Es fehlt noch der  volle Grip - aber die Strecke ist noch neu und der Grip kommt mit der Zeit. Die  Strecke sieht anfangs recht easy aus und manchen scheint sie als “fad”.  Spätestens, wenn man sich den Kurs eingeprägt hat und voll Stoff gibt beginnt die  Herausforderung. Die Kuppen voll zu nehmen und später zu bremsen - gleich  umzulegen und die langen Kurven mit immer mehr Speed zu gehen. Der fast 6km  lange Kurs mit der fast 1km langen Zielgeraden verlangt Fahrer und Maschine alles  ab! Einmal gezögert verlierst Du immens Zeit - einmal zu früh am Gas und man  besucht die Streckenposten auf ein Plauscherl. No risk - no fun - no mercy!   Die Nacht war echt kurz! Schnell Frühstück gemacht und kurz aufs WC.  Leider gibt es keines in der Box wie am Sachsenring. RR und Benny haben  sich bei uns einquartiert da es heute über 35 Grad  bekommen soll und ein wenig Schatten gut tut.  Tatsächlich scheint die Sonne und es ist schon jetzt  sehr warm. Das Fahrerbriefing ist diesmal sehr kurz und  bündig. Danke Günter! Tom und ich erledigen die letzten  Vorbereitungen auf unseren Maschinen. Thomas hat  zum letzten Mal weiter aufgerüstet. Ein Satz Slicks und ein vom Jo  spezialgefertigtes 18er Ritzel kommen zum Einsatz. Mist, er war letztens  schon schnell und ich will erst gar nicht wissen welchen Vorteil er heute  dadurch hat. Ehrlich - ich schwitz jetzt schon - und nicht nur wegen dem  heissen Wetter! Der erste Turn: Tom verpaßt durch die Umbauarbeiten  seinen ersten Turn. Für mich ist es ein neuer Kurs und  ich nehme mir im ersten Turn wieder einen Instructor der  mir die Ideallinie und alles Wissenswerstes zeigt. Schon  jetzt wird klar - die Strecke hat wenig offensichtliche  Tücken, aber sie ist verdammt schnell!   Freies Training - Vormittag: Tom dreht mit seinen neuen  Pneus und dem Spezialritzel seine ersten Runden. Noch  sind die Zeiten sehr schwach. Nach  einer “schnellen” Runde kommt er  zurück in die Box. Das Vorderrad  schwimmt hin und her - bewegt sich  ungut. Kurzer Check: Shit! Er hat nur  die Achse angezogen aber die  restlichen Schrauben vergessen. Das  ist gerade noch gut gegangen! Der  zweite Turn für ihn auch zu vergessen.  Ich arbeite mich langsam vorwärts  und werde schneller. Das meiste  Potential habe ich sicherlich noch  beim Anbremsen. Ich bin noch zu  sehr die  weichen 2-  Kolben Endurobremsen gewohnt.  Die neuen CNC gefräßten 4-  Kolben Brembos haben noch  viele Reserven.  Das Qualifying Die Temperatur ist auf weit über 30 Grad gestiegen. Die  Sonne scheint unbarmherzig. Wir trinken literweise  um konzentriert  zu bleiben.  Spritzen uns  kaltes Wasser ins  Gesicht. Das  krasse Gegenteil  zu Ungarn. Ich  gehe möglichst  früh hinaus um  das Qualifying voll auszunutzen.  Spule Runde für Runde ab - ich habe noch immer Potential beim  Anbremsen. In Schräglage und bei der Kurvengeschwindigkeit  scheints bin ich am Limit. Immer wieder schmiert der Hinterreifen -  sowohl in der Kurve als auch beim Rausbeschleunigen. Das Gas  ständig am Anschlag. Der Motor dreht im 5. (ich habe nur 5 Gänge)  ständig aus. Die Zielkurve bremse ich möglichst spät, bremse nur  kurz, halte das Gas - der Reifen beginnt wieder zu schmieren - bin am  Anfang der Zielgeraden bereits im 5.!  Die Zielgerade wird lang - der Motor  hat im ersten Drittel bereits  ausgedreht. 181 max. Die Zeiten  zeigen beinhart auf was 18er Ritzel  und Slicks bringen - mir fehlen über  14 Sek. auf Tom!  Hightech in der Box: Nach dem  Qualifying werden die Zeiten  ausgewertet, der  Laptimer gecheckt und  die Steuerkurven  programmiert. Shit! Ich  glaub ich muss auch  aufrüsten!  Onboard: RR hat uns letztens mit  seinen Mini-DV-Cams angesteckt!  Wir mußten einfach zum  nächsten Elektromarkt  und Cams einkaufen!  Vorbereitungen: Die Highspeedstrecke  geht aufs  Material. Die Reifen bauen bei der  Hitze und dem Speed ab und der  Motor braucht Öl. Der  Benzinverbrauch ist hoch. Die  Vorbereitungen zum Rennen  laufen auf vollen Touren.  Irgendwie läuft die Zeit schneller  wie sonst.   Start zum 5. Rennen der Saison: Die Ampel geht aus und ich erwische  einen gewohnt guten Start. Ich gehe an ein paar Mitstreiter vorbei. Doch  die Startgerade bis zur ersten Kurve ist lang. Die meisten kommen wieder  an mir vorbei. So muß ich auch Tom ziehen lassen. Hinein in Kurve 1. Ich  habe noch Petra und Istvan hinter mir. Die lange Gerade zur ersten Kuppe  - Petra geht an mir vorbei - rauf auf die Kuppe - auch Istvan zieht an mir  vorbei. Die schnelle Rechts komme ich noch mit. Zur 2. Kuppe verliere ich  aber voll an Boden. Bleibe lange am Gas - gehe voll über die Kuppe und  bremse gerade noch in die langsame Rechts. Der Hinterreifen rutscht. Ich  versuche möglichst am Gas zu bleiben - der Reifen schmiert - ich kann  aber wieder etwas aufholen. Die nächsten engen Passagen liegen die vor  mir Fahrenden mit den Slicks in der Kurve, dass ich nur so schau! Ich  probiere mit zu gehen. Der Fußraster schleift am Boden - hebt mich fast  aus - der Reifen rutscht... Nach den nächsten beiden Rutschern, einem  Schleifer am Fußraster und dem weggehenden Hinterrad beim  Hinausbeschleunigen muss ich einsehen, dass ich keinen Auftrag habe.  Auf den Geraden ziehen sie gnadenlos davon...  Toms 4 Kampf: Tom nutzt sein neues Equipment voll  aus. Der Kerl wird immer schneller und fährt seine  persönlich schnellste  Runde von 2:47:571. Im  harten 4 Kampf mit Nico  Rothe, Petra Fischer und  Istvan Grath wechseln  ständig die Positionen.  Nach einem Fehler von  Nico will er es wissen und  in der schnellen Links vor Kuppe 3 greift er voll ans Gas  um außen an allen 3 vorbei zu gehen. Anfangs scheint  die Aktion auf zu gehen. Er zieht sich heran - erwischt  den ersten - ist gleich auf mit  dem 2.... Shit! Die Straße geht  aus - er ist zu schnell - kann  nicht weiter umlegen! In voller  Schräglage über den  Streckenrand hinaus in die  Wiese - jetzt wirds eng - um  am Gras nicht ab zu fliegen stellt er die Duke auf. Rein in  den Schotter und frontal auf die Leitplanken zu. Kurz vor  dem Einschlagen kann er es gerade noch erbremsen.  Ich komme an die Stelle und sehe die gelben Flaggen -  kein gutes Zeichen - sehe Tom - Fuc...! er scheint aber  ok zu sein - das beruhigt mich ein wenig.  Ich fahre das Rennen zu Ende. Beim  Ergebnis nix Neues. Kraus dominieren  die 2-Zylinder und Josef Frauenschuh  gewinnt bei den 1-Zylindern.  Hochachtung vor Roman Tauber, der  nach einem Sturz in Ungarn und den  schweren Verletzungen (gebrochenes  Schlüsselbein, Schulterblatt, Rippen und  Loch in der Lunge) sich den 3. Platz  holte!!! Lumpensammler: Das wahr wohl nicht der Event von Tom!  Zuerst Schlüssel  vergessen, dann zu  spät für den 1. Turn,  beim 2. die  Schrauben beim  Vorderrad vergessen  - tolles Qualifying -  toller 4 Kampf - und dann ab ins Kies!  0 Punkte und 2 Plätze in der  Gesamtwertung verloren.  Fazit: coole neue Strecke - Übersetzung ändern, Slick kaufen und beim  nächsten Rennen zuschlagen!  (Foto: pixelrace.de)  Die Anreise ist mit Navy prinzipiell no problem. Der  Slovakiaring ist in der Nähe von Wien und schöner  erreichbar wie zB.: der Pannoniaring. Diesmal hat uns  nur der Verkehr in Wien und Umgebung voll erwischt.  Baustellen, Fly Over und Unfälle zerrten einigermaßen  an den Nerven. Nachts angekommen, es war schon  stockdunkel, machten wir gleich mal Bekanntschaft mit  den slowakischen Mutantengelsen. Ab zu KTM die Box  ausfassen und anmelden. Auch hier sind die Boxen nur  durch Gitter getrennt. Das führte natürlich wieder zu  Zickenterror bei den Nachbarn. Ich entschloß mich  diesmal im Auto vor der Box zu pennen und die Deppen  Deppen sein zu lassen. Tom hat noch geschwind einen  Ölwechsel vorgenommen und dabei bemerkt, dass er  seinen Mopedschlüssel zu hause vergessen. Fuc...! Er  hüpft ins Auto und fährt nach Wien  den Schlüssel holen. Die Nacht  wird kurz! Auch ich kann nicht  pennen. Es ist mörder schwül und  die Fenster müssen wegen der  Gelsen zu bleiben!   um Verzeihung bittend “Sorry Babe”