Länge: 4,74km Streckenbreite: 11-13m  Zielgerade: 700m Rechtskurven: 11 Linkskurven: 7 V-max: 260km/h (Superbike) offizieller Rundenrekord: 1:56:04 (Andreas Meklau, AUT - Superbike) inoffizieller Rundenrekord: 1:53:90 (Andreas Meklau, AUT - Superbike) pers. schnellste Runde: 2:41:174 (09/2009 Quali KTM Cup Rennen 6) April 2010: 2:42:932 (bei feuchter Strecke und 7 Grad plus) Infrastruktur  35.000m² befestigtes Fahrerlager  19 Einzelboxen  Tankstelle (teuer)  Restaurant  Übernachtung an der Strecke  Schon 2006 konnten die Schuheker Brüder  Racing Luft am Pannoniaring schnuppern.  Damals auf der Supermoto Strecke unter  professioneller Betreuung von X-IT4. Mad Mike  konnte sogar kurz  zuvor bei den Yamaha  R-Days erste  Rennerfahrung auf  dem großen Kurs mit  einer R1 und R6  machen. 2009 folgten  die ersten  beiden  Rennen beim  KTM TNT  Cup.    Mad Mike Racing KTM TNT Cup 2010 - Wer hätte das gedacht. Die beiden Schuheker Buam und KTM Narren, Thomas und  Michael fahren auch heuer wieder in der 2009 neu gegründeten KTM Rennserie für Amateure mit. In der  Klasse der 1-Zylinder über 600ccm werden sie wieder mächtig Gas geben und so die heurige  Motorradsaison gebührend beginnen. Tom (Looney Duke Racing #94) ist wieder mit seiner legendären 1er  Duke mit von der Partie. Mad Mike (Mad Mike Racing Team #115) bringt seine 625er SXC wieder voll auf  Touren. Die Boxen sind bereits reserviert - also: Vollgas Burschen!!!  Mein persönlicher Eindruck von der Strecke  Der Pannoniaring ist eine sehr schöne Strecke und auch für Amateure und Rookies  geeignet. Die ein oder andere Ecke ist tricky und läßt bei zuviel Übermut schon mal  das Zapferl im Leder wachsen. Die Streckenführung gefällt mir persönlich sehr gut  und die Kurven sind alle einsehbar.  Das Fahrerlager ist schön groß und die Infrastruktur OK. Die Sanitären Anlagen  werden laufend gereinigt und sind immer sauber. Die Boxen in der Pitlane sind ein  wenig klein, dafür hat man sie alleine. Das Restaurant ist ebenfalls OK. Allerdings  dürfte Mario der Besuch eines F1 Fahrers ein wenig zu Kopf gestiegen sein. Die  Unterkünfte sind sehr klein aber relativ günstig. Im Winter und an kalten Tagen (Yeti  Race im Jänner!!!) könnte man durchaus auch eine Heizung erwarten.  Alles in allem kommt gleich an der Einfahrt Racing Fever auf und ich kann es gar  nicht erwarten den Motor anzuwerfen.  Orange Power vom Feinsten:  Tom´s Duke 1st Edition  Alt aber gut! Bereits 2006 (Supermoto am Pannoniaring), 2007 (Wiesen Rally/NÖ), 2009 (KTM TNT Cup) und  2010 (Yeti Race - gesamt 3. Platz!) konnte die Duke überzeugen. Doch Achtung! Im Winter bekam sie eine  Generalüberholung! Auch der Motor wurde komplett überarbeitet!   Mad Mike´s SXC 625  Wieder im Red Bull Design. Er ist mit einem HighTechTuning von Josef  Frauenschuh in die neue Saison gestartet.   Equipment  Auch beim Equipment wurde mächtig aufgerüstet! Endlich sind auch  Reifenwärmer mit im Gepäck!  (Foto: PanPhoto)  Wie üblich habe ich fürs Packen viel länger benötigt als  eingeplant - eh klar! Aber bis alles 8 Stock tiefer im Auto  in der Garage ist, der Anhänger geholt und die KTM  verzurrt; das braucht. Jetzt noch ab zu Bruder Tom und  seine Duke in den Sharan gesteckt. Naja, was soll ich  sagen, als ich ankam hat Thomas gerade mal  begonnen seine Sachen zu checken. So kam es wie  immer, wir sind erst abends am Ring. Die Fahrt war ok,  allerdings das Wetter spielt seit Tagen verrückt. Kalt und  regnerisch. An der Rennstrecke angekommen Wird  gleich mal die Box bezogen und alles ausgeladen.  Gepennt wird diesmal im Auto - das kann lustig werden,  denn ich schätze es hat gerade mal 4 Grad und es ist  nass. Abends noch schnell den Rennkürbis vorbereitet,  ein paar alte Bekannte getroffen und ein Steak  eingeworfen bevor es in die Hapfn geht. Am ersten Tag  schläft Tom im Auto in der Box. Ich mache es mir im  Fahrerlager bequem.   Die Nacht war extrem kalt. Ich musste mit  Häubchen schlafen damit mir nicht die Birne  abfriert. Mir ist immer noch bitter kalt und ich  habe mir die Winterjacke angezogen. Schnell  Tee aufgestellt und Frühstück gemacht. Mist  in der Box ist es auch nicht wirklich wärmer.  Zudem pfeift der Wind in die Box. Die  Strecke ist nass. Das Thermometer zeigt 5  Grad. Ich dachte, das Yeti Race war bereits!   Jetzt noch schnell angemeldet.  Das Teamshirt ist heuer ja nicht  so cool wie letztes Jahr - was  soll´s! Jetzt gilt es sich vielmehr  auf die ersten Turns  vorzubereiten.  Ein feuchter Morgen und bitter kalt!  Die ersten Turns dienen zur Orientierung. Es ist noch  immer feucht, es ist immer noch kalt und mein neu  getunter Rennkürbis und ich müssen uns auch noch  einfahren. Ich fahre wie  ein Warmduscher!  Meine Muskeln sind  trotz Aufwärmen immer  noch kalt und ich finde  einfach keine passende  Linie. Auch meine  Brems- und  Beschleunigungspunkte sind eine Katastrophe. Der  Vormittag somit zu vergessen. Zwischendurch hat die  Strecke sogar aufgetrocknet.   (Foto: PanPhoto)  Beim Qualifying werden die Zeiten etwas besser. Ich gewöhne mich  langsam an die Begebenheiten. Auch den Profis dürfte es nicht besser  gehen, denn ihnen fehlen die selben Zeiten zum Vorjahr wie mir. Das  Wetter wechselt ständig, sodaß im Fahrerlager große Aufruhr bzgl. der  richtigen Reifenwahl herrscht. Die KTM Box ist voll im Streß und wechselt  unermüdlich die Reifen der Fahrer. Von Slicks auf Intermediate auf  Regenreifen und wieder auf Slicks. Immer hin und her - jeder versucht sich  als Wetterfrosch, aber kaum einer sollte recht behalten - denn kaum  gewechselt, ändert sich das Wetter wieder. Mir ist die Reifenfrage wurscht,  denn ich habe eh nur meine Michelin Pilot Power 2CT.  Das erste Rennen zum KTM TNT CUP 2010 naht. Alle werden nervös,  denn das Wetter scheint wieder  schlechter zu werden. Tom kommt von  seinem Turn. Während er auf der Strecke  war haben die KTM Verantwortlichen den  Cup Start vorverlegt. Eh super! Thomas  entscheidet sich die Regenreifen  aufzuziehen. Schnell die Räder ab,  hin zur KTM Box, die Reifen  wechseln lassen und wieder die  Räder eingebaut. Gerade noch  rechtzeitig! Tom hüpft schnell ins  Leder und ab zum Vorstart!   Start zum ersten Lauf: Noch vor dem Aufruf zum Vorstart  beginnt es zu regnen. Thomas überlegt in die neue  Regenkombi zu schlüpfen. “Wegen der paar Tropferln”,  meinte ich da noch... fatal wie sich herausstellen sollte.  Wir fahren die Aufwärmrunde, kommen aus der  Zielkurve, hin zur Startaufstellung und... WUSCH!!!! Die  Himmelspforten öffnen sich und es beginnt zu schütten.   ROTLICHT AUS - START! In gewohnter Marnier zieh ich  durch die ersten beiden vorderen Reihen durch, hin zur  ersten Kurve.  Regen, Nässe,  rutschig...  ich gehe  vom Gas und lasse  die anderen ziehen.  Kein unnötiges  Risiko. Keine blöde  Entscheidung wie  sich schnell  herausstellt. Bald  fliegen die ersten Profis von der Strecke. Auch Jo  Frauenschuh, immerhin Gewinner der 1-Zylinder  Wertung 2009, landet im Kies und verletzt sich an der  Hand. Der Regen wird extrem. Jetzt geht es nur noch  ums überleben!  Aquaplaning, der Reifen  rutscht ständig. Einzig  Thomas pfeift durchs  ganze Feld!  Unglaublich, wie er  wegzieht! Ich versuche  mich anzuhängen.  Nachdem ich die  nächsten beiden Kurven quer komme und sowohl beim  Anbremsen als auch beim Rausbeschleunigen der  Rennbock springt, lasse ich es wieder sein!   Letzte Runde - ich kann kaum etwas sehen. Tom kämpft mit Leuten die er  früher nicht einmal gesehen hat. Er liegt bereits an 4. Stelle! Sensationell  wie sich die Regenreifen bezahlt machen! Doch plötzlich stottert der Motor  und geht aus. Jetzt schießt es ihm wieder ein, was er noch machen wollte  bevor KTM den Start vorverlegte damit wir nicht im Regen fahren müssen  (hmmm?) - Tanken! Seine Duke bleibt  2 Kurven vor dem Ziel ohne Sprit  liegen - an 4. Stelle! 2 Minuten dauert  es, bis er den Motor im Regen wieder  anwirft - Vollgas und ab ins Ziel! 6.  Rang - 2 Plätze verloren - Shit! Ich  wurde 8. - und - ich habe überlebt!  Tom bleibt in der Auslaufrunde wieder  liegen - am weitesten Punkt zur Box.  Wieder ohne Sprit.  Helden - wir sind froh wieder heil in der Box zu sein. Allerdings das Leder  und alles andere sind tiefnaß. Alles bis Morgen trocken zu bekommen wird  eine Challenge.  Die Nacht war kurz und  wieder einmal kalt.  Gestern  haben wir uns auf der  Playstation bereits für den  Sachsenring vorbereitet. Ich  hoffe, es läuft  dann besser  als am PC! Die Klamotten sind wie befürchtet noch  pitschnaß! Ich habe probiert mit den  Reifenwärmern das Leder trocken zu  bekommen - mit mäßigem Erfolg.  Besser als nix, aber trocken ist anders.  Am Morgen half uns Doppel-R mit  einem Industrieföhn aus - das half  dann ein wenig und machte das Einsteigen ins nasse  Leder erträglicher.  Transponder - Einen Transponder sollte man auf der  Maschine montieren um Zeiten zu jagen. Ja, weiß ich  auch - grrr... Danke an KTM, die den unumstößlichen  Zeitplan wieder einmal umstießen! Hektik, schnell,  schnell und schon vergessen! Kurz vor dem Qualifying  bin ich gerade noch draufgekommen. Bei nun 7 Grad  auch vermutlich nicht so wichtig. Das Wetter hat sich  heute beruhigt und  die Piste trocknet  mehr und mehr auf.   Qualifying - gerade noch rechtzeitig  den Transponder montiert und ab.  Das Zeittraining verläuft ohne  Zwischenfälle - allerdings auch ohne  einer wirklich schnellen Runde.   RR - Doppel-R hatte die glorreiche  Idee, sich bei den widrigen  Witterungsverhältnissen die neue 1-  Zylinder Duke auszuleihen. Dies ist  prinzipiell ja gratis - allerdings nur so  lange man sie nicht schrottet! 1.500,-- Eier! Leder kaputt und der Stolz  angekratzt! Zumindest ist RR unverletzt geblieben, sodaß er im Rennen  starten kann.  Rennen 2 - Das Wetter hielt und es blieb trocken. Die Temperatur bei ca. 7  Grad. Wie gewöhnlich erwischte ich einen super Start und konnte zwischen  den vorderen 2 Reihen durchstechen. Bis zur Kurve 1 konnte ich allerdings  mit der Geschwindgkeit nicht mithalten und musste so die anderen Fahrer  wieder ziehen lassen. Am Schluß reichte es zu Platz 8. Die schnellste  Runde von 1:42:932 machte mich nicht happy. Ich war um über 1,5 Sek.  langsamer als letztes Jahr - vor dem Tuning. Ich schiebe es auf das Wetter  und die niederen Temperaturen. Im September gibt es nochmals 2 Rennen  am Pannoniaring und da wird man dann sehen!  Fazit: 2 Rennen - 2x 8. Platz - 16 Punkte - 8. Gesamtrang  Die Zeiten zum Vergessen - aber Potential vorhanden!  Auf zum Sachsenring!!! Öl-Magneten reinigen